• Bewusstsein
  • Reduktion
  • Zufriedenheit

Eine Initiative für bewusstes Leben und Glücksbesinnung.

Glückliche Workshops an Schulen

Über den Autor

Daniel Clarens

Daniel Clarens

kommt aus Luxemburg. Vor seinem Kommunikationsdesignstudium in Mannheim, hat er in Belgien Webdesign studiert. Er arbeitet als freiberuflicher Fotograf für eine Luxemburger Zeitung sowie für verschiedene Kunden im Bereich (Web)Design. Er liebt den sozialen Kontakt mit anderen Menschen, sei es im Freundeskreis oder die netten neuen Leute, die sie während des Projekts kennen lernen.

Erstellt am

14. Jul 2013 um 10:24

Die vier Pilotworkshops, die wir an Mannheimer Schulen initiiert haben, sind erfolgreich über die Bühne gegangen und wir haben viel gelernt.

Anbei ein Pressetext, den wir zu diesen Veranstaltungen verfasst haben:

Generation Glücklich

Was macht Jugendliche von heute glücklich? Wie stellen sie sich ein gutes Leben vor und vor allem: Wie kann die Politik sie dabei unterstützen?

Genau diese Fragen stellte gestern das Ministerium für Glück und Wohlbefinden Mannheimer Schülern aus dem Johann-Sebastian-Bach-Gymnasium.

Innerhalb eines eintägigen Workshops wurde informativ und vor allem kreativ erarbeitet, was die Schüler persönlich glücklich macht und welche Rollen die Politik diesbezüglich übernehmen könnte, sodass es unserer (zukünftigen) Gesellschaft besser gelingt, ein gutes und glückliches Leben zu führen.
Initiiert wurde das ganze vom Ministerium für Glück und Wohlbefinden, die diese Workshopreihe gemeinsam mit der Konrad-Adenauer-Stiftung und dem Ideencoach Martin Gronbach als Pilotprojekt an insgesamt vier Mannheimer Oberstufen experimentell durchführt.

“Wir wussten vorher nicht so recht, was uns erwartet, aber im Nachhinein sind wir alle durchweg positiv überrascht wie spannend und vielseitig dieses Thema erarbeitet wurde.” So das einstimmige Feedback der Schüler in der abschließenden Fragerunde.

Auch für das Ministerium für Glück und Wohlbefinden war es ein erstes großes Experiment, ist es doch eine Masterarbeit zweier Mannheimer Studenten der Fakultät für Gestaltung, Gina Schöler und Daniel Clarens, die dieses Ministerium in Form einer transmedialen Kampagne ausarbeiten.

“Es war für uns der erste Workshop, den wir gehalten haben, aber wir haben uns ganz besonders darauf gefreut, von der Generation von morgen zu erfahren, was sie von der Idee eines solchen Ministeriums halten und worauf sie im Leben Wert legen. Genau diese Informationen braucht doch die Politik, um auf die Bedürfnisse der Bevölkerung einzugehen!” so Gina Schöler, eine der beiden Glücksminister, über die Idee, Workshops wie diesen an Schulen durchzuführen.

Ist glücklich das neue nachhaltig?
Braucht es für die Welt von morgen nicht in erster Linie glückliche Menschen? Ist eine glückliche Gesellschaft auch automatisch eine nachhaltigere?

Der Fokus der jungen Leute aus Mannheim scheint klar festzustehen: Nicht das Materielle ist wichtig, sondern die immateriellen Werte wie ein gesundes soziales Umfeld, die persönliche Freiheit oder die Verbundenheit zur Natur stehen ganz oben in der Liste der Glücksaspekte.

Braucht es also überhaupt die Politik, braucht es ein Ministerium für Glück und Wohlbefinden, das uns hier noch unter die Arme greifen kann?
Wenn man sich die Ergebnisse anschaut, die beim anschließenden Brainstorming in verschiedenen Kapiteln zusammengetragen wurden, kann diese Frage nun definitiv bejaht werden! Es besteht offensichtlich in sehr vielen Bereichen großer Bedarf, dass auf unser aller Wohlbefinden mehr Wert gelegt wird, anstatt immer nur auf wirtschaftliches Wachstum.
Die Schüler erarbeiteten voller Motivation und Diskussionsfreude verschiedenste Lebensbereiche wie Bildung, Wirtschaft, Umwelt, sowie Konsumverhalten oder auch Soziales Umfeld. Mit kleinen Zeichnungen und kreativen Mindmappings wurde visuell dargestellt, wo Handlungsbedarf besteht und was sich ändern muss, damit es uns allen besser geht. Integration, Gleichberechtigung in der Gesellschaft und auch im Arbeitsleben, Aufklärung zu den Themen Rassismus oder auch Transparenz in Produktionsabläufen von Produkten oder Ernährung stehen ganz prominent auf den selbstgeschriebenen und gemalten Plakaten der Schüler.

“Uns ist es ganz besonders wichtig, diese erarbeiteten Ergebnisse auch real in die Politik zu tragen.” so Regina Dvorak von der Konrad-Adenauer-Stiftung, die sich auch ganz besonders für politische Bildung einsetzt.
Diese wird alle Ergebnisse der insgesamt 4 Workshop zusammentragen und gesammelt an Bundestagsabgeordnete weiterleiten und um Feedback bitten.

Aber das werden die Schüler sicher auch persönlich tun: Gewappnet mit den Erkenntnissen dieses Tages, der Motivation etwas bewegen zu können und mit vielen interessanten Fragen werden sie in 10 Tagen mehreren Bundestagsabgeordneten bei der Podiumsdiskussion “Bock auf Wahl” hier in Mannheim entgegen treten und diese zur Rede stellen.
Was erfüllt die Politik bereits von unseren Wünschen und Forderungen, wo besteht Handlungsbedarf? Und braucht es nicht vielleicht doch ein Ministerium für Glück und Wohlbefinden…?

Wir alle sind gespannt, was sich weiter aus dieser Bewegung entwickeln wird, seit diesen Tagen sind jedenfalls viele weitere Botschafter des Glücks unterwegs, um die Idee weiterzuspinnen und zu verbreiten.
Und wer weiß – vielleicht verbindet man ja Mannheim zukünftig nicht nur mit dem Fahrrad, dem Auto oder den Söhnen Mannheims, sondern auch mit einem neuen Ministerium…?

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